Curved-Gaming-Monitor: Widescreen 21:9 Displays im Vergleich

Grafik: Eigene Darstellung, enthält Bild von LG Electronics

Curved-Gaming-Monitor mit 21:9 WidescreenDer Curved-Gaming-Monitor liegt im Trend.

Wir haben uns verschiedene Widescreen-Displays im 21:9-Format angeschaut und verraten Euch, worauf es beim Kauf zu achten gilt.

Curved-Gaming-Monitore in der Übersicht

Curved-Gaming-Monitor: Empfehlungen Monitor mit gebogenem Panel

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Curved-Gaming-MonitorPreisniveauPreis
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Empfehlung: Acer Predator X34 Curved-Monitor

Der Acer Predator X34 ist einer der bekanntesten im Segment der Curved-Gaming-Monitore.

Der X34 ist ein 34 Zoll Monitor mit einer schnellen Reaktionszeit von 4 ms und einer WQHD Auflösung von 3,440×1,440. Den Monitor gibt es hierbei sowohl in einer mit Nvidia G-Sync als auch in einer mit AMD FreeSync kompatiblen Variante.

Design-seitig macht der Predator einen sehr guten Eindruck.

Mit dem extrem schmalen Rahmen („Zero-Frame Design“) eignet sich der Curved-Gaming-Monitor ebenfalls für ein Multi Display Set-Up.

Einziger Wermutstropfen beim X34 ist der hohe Preis von rund 1,200 Euro.

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Für wen sich die Anschaffung von gebogenen Widescreen-Gaming-Monitoren lohnt

Curved-Gaming-Monitore sind genau wie Curved-TVs ein Trend, der erst in den vergangen Jahren aufgekommen ist. Der Sinn der Biegung („curved“) ist es, das Blickfeld zu erweitern und den Immersionseffekt zu vergrößern.

Wenn Du frontal vor dem Bildschirm sitzt, ist durch die Biegung von Curved-Monitoren dein komplettes Sichtfeld abgedeckt  und das gesamte Display ist gleich weit von deinem Auge entfernt. Hierdurch  entsteht ein so genannter Immersionseffekt.

Hersteller von Curved-Gaming-Monitoren versprechen, dass es dadurch möglich ist, tiefer ins Spielgeschehen einzutauchen.

Der Immersionseffekt entsteht aber nur, wenn Du tatsächlich frontal und dicht genug vor dem Curved Display sitzt. Daher ist der Nutzen von Curved-Fernsehgeräten eingeschränkt. Dies gilt insbesondere, wenn Du mit vielen Leuten TV schaust.

Bei Curved Gaming Monitoren sieht die Sache hingegen anders aus: Da Du beim Zocken in der Regel frontal und mittig vor deinem Monitor sitzt, kannst Du tatsächlich stärker in die virtuelle Welt eintauchen.

Die Erweiterung des Blickfelds macht damit besonders für FPS-Games und Rennspiel-Simulationen Sinn.

Die meisten neuen Games unterstützen das Zocken im 21:9 Format.

Wenn Du allerdings unsicher bist, ob deine Lieblings-Games fürs Widescreen-Gaming ausgelegt sind, empfehlen wir Dir die Liste des Widescreen Gaming Forums. Hieraus geht hervor mit welchen Games Widescreen-Gaming möglich ist und wie die Umsetzung auf dem 21:9 Bildschirm erfolgt.

Widescreen-Kompatibilität von Games

Je nachdem ob ein Game für Widescreen-Gaming ausgelegt ist oder nicht, wird das Bild unterschiedliche skaliert / beschnitten.

Grundsätzlich kann man zwischen drei Arten von Skalierung unterscheiden:

  •  Horizontale Sichtfeld-Erweiterung: Dies ist die beste Widescreen-Umsetzung und sorgt für den besten Immersionseffekt. Dein horizontales Sichtfeld wird erweitert, so dass Du tatsächlich links und rechts mehr von der virtuellen Welt siehst.
  • Vertikale Sichtfeld-Verkleinerung: Bei dieser Umsetzung wird das vertikale Sichtfeld verkleinert, um das 16:9 Format in ein 21:9 Format umzuwandeln. Da damit dein Sichtfeld nach oben und unten eingeschränkt wird und Du kein größeres horizontales Sichtfeld hast, ist diese Umsetzung in Games eher nicht wünschenswert.
  • Streckung des Bildes: Wenn ein Game das Bild auf einen Widescreen-Schirm streckt, wird das ursprüngliche Bildverhältnis verzerrt.

Grundsätzlich machen gebogene Widescreen-Monitore damit vor allem für Games Sinn, bei denen die Kompatibilität eine Erweiterung des horizontalen Sichtfelds ermöglicht.

Inwieweit diese Sichtfelderweiterung auch im Multiplayer erlaubt sein sollte, ist in der Gamer-Community hingegen umstritten. Fakt ist, dass Du durch die horizontale Blickfelderweiterung bei einem Ego-Shooter die Gegner links und rechts früher sehen kannst.

Hier könnte man argumentieren, dass ein „unfairer“ Vorteil gegenüber anderen Gamern entstehen kann, die mit einem konventionellen 16:9 Monitor unterwegs sind.

Bei Rennspiel-Simulationen stellt sich die Situation anders dar: Hier sind Widescreen-Set-Ups völlig unumstritten und gehören bei einem Cockpit-Set-Up mit Gaming-Lenkrad und Pedalen dazu.

Dementsprechend wird bei neueren Racing-Simulationen wie Project Cars das horizontale Sichtfeld erweitert. Zudem kannst Du im Game spezielle Widescreen-Einstellungen vornehmen.

Curved-Gaming-Monitor – hierauf gilt es beim Kauf unbedingt zu achten

Grundsätzlich gilt es bei Curved-Gaming-Monitoren auf die gleichen Kriterien wie bei einem „normalen“ Gaming Monitor zu achten: Auflösung, Schaltzeiten des Panels, Input-Lag, Bildwiederholfrequenz und Farbwiedergabe sind die grundlegenden Kriterien, die Du beachten solltest.

Da wir in unserem Gaming-Monitor-Kaufratgeber schon einmal detailliert auf die grundlegenden Kriterien eingegangen sind, wollen wir uns in diesem Beitrag auf die Besonderheiten bei gebogenen Monitoren konzentrieren.

Format & Größe

Wir schauen uns hier ausschließlich Curved-Gaming-Monitore im 21:9 Kinoformat an. Unserer Meinung nach macht eine Biegung nur im weiten 21:9 Format Sinn, da sich sonst der gewünschte Immersionseffekt nicht einstellt.

Auch bei der Größe sollte man auf einen Mindeststandard achten: Wir würden Dir Modelle mit einer Bildschirmdiagonale von mehr als 30 Zoll empfehlen.

Zwar gibt es am Markt ebenfalls gebogenen Modelle, die eine geringere Bildschirmdiagonale haben, allerdings entfaltet die Biegung des Displays ihren Effekt erst ab einer entsprechenden Größe.

Auflösung

Curved Gaming Monitore im 21:9 Format gibt es entweder mit einer Wide-Full HD-Auflösung von  2560×1080 oder im WQHD Format von 3,440×1,440 Pixeln.

Aktuell sind auch die ersten 4K-Widescreen-Gaming-Monitore verfügbar – aktuell jedoch noch nicht gebogen – siehe LG 34WK95U-W.

Für welche Auflösung Du Dich entscheidest, solltest Du im wesentlichen von der Leistungsfähigkeit deines Gaming PCs abhängig machen.

Wenn dein Set-Up stark genug ist, um Games in WQHD oder 4K darzustellen, würden wir empfehlen Dich für die höhere Auflösung zu entscheiden, da Du damit auch für die nächste Spielgeneration gerüstet bist.

Systemanforderungen

Die Systemanforderungen spielen bei Ultra-Wide-Gaming-Displays eine sehr wichtige Rolle.

Vergleicht man einen WQHD Monitor mit 3.440 x 1.440 Pixeln mit einem klassischen 16:9 Full HD Monitor mit 2.560 x 1.080 Pixeln, müssen auf dem WQHD Display 2,4 mal so viele Pixel dargestellt werden wie auf dem Full HD-Modell.

Bei Wide-4K (bzw. Wide-Ultra HD mit 5.120 x 2.160 Pixeln) sind es gleich viermal so viele Pixel wie bei Wide-Full HD.

Dies stellt insbesondere an die Grafikkarte hohe Anforderungen.

Wer sich einen 21:9 Curved Gaming Monitor anschafft, sollte daher auch in einen entsprechenden Gaming-PC investieren.

Interessant wird es hier z.B. bei dem 1.000 Euro Custom-Build oder dem 4K Custom-Build.

Anschluss: HDMI oder DisplayPort

Bis vor kurzem war der Anschluss via HDMI 1.2. noch Standard bei Gaming-Monitoren.

Mit dem vermehrten Aufkommen von WQHD und 4K Monitoren sowie 144Hz Monitoren stößt der HDMI-Standard (derzeit) an seine Grenzen.

Die Bandbreite von HDMI 1.2. ist schlicht nicht ausreichend, um Bildsignale mit über 100 Hz und gleichzeitig hohe Auflösungen zu übertragen.

Nicht nur bei Widescreen-Monitoren ist deshalb derzeit bei ambitionierten Gamern der DisplayPort-Anschluss die erste Wahl – auch vor DVI.

Widescreen-Monitore mit Nvidia G-Sync und AMD FreeSync

Zwar werden die Vorteile, die Nvidia G-Sync bzw. AMDs FreeSync versprechen, durchaus auch kritisch diskutiert.

Viele Gamer wollen aber nicht ohne Nvidia G-Sync bzw. AMDs FreeSync.

Beide Technologien sorgen dafür, dass die Bildwiederholfrequenz des Monitors synchron mit den produzierten Frames per Second (FPS) der Grafikkarte laufen.

Dies soll den wesentlichen Vorteil haben, dass das Bild nicht flackert, wenn sich die FPS verändern. Auch viele Widescreen-Monitore verfügen über G-Sync- oder FreeSync-Kompatibilität.

Hier könnte man argumentieren, dass das sinnvoll ist.

Durch die größere Bildschirmdiagonale und die damit verbundene höhere Pixelanzahl wird in grafisch anspruchsvollen Szenen die FPS-Zahl stärker schwanken als auf kleineren Monitoren mit geringerer Pixelanzahl.

Dadurch wäre es umso wichtiger, dass der Bildlauf synchronisiert wird.

Multi-Display-Setup: Eignung von Curved-Gaming-Monitoren

Mit einem Multi-Display-Setup hast Du die Möglichkeit dein horizontales Sichtfeld ähnlich wie bei einem Widescreen-Monitor im 21:9 Format zu erweitern.

Da das 21:9 Widescreen-Format im Gaming-Bereich eine relativ neuartige Entwicklung ist, nutzen viele Gamer stattdessen mehrere 16:9 Displays.

Lifehacker.com z.B. hat zum Anschluss mehrerer Displays an deine Grafikkarte einen umfangreichen Ratgeber zusammengestellt.

Zwar wirbt z.B. der Acer Predator X34 mit dem „Zero-Frame Design“ ebenfalls dafür, für ein Multi-Display-Setup geeignet zu sein, allerdings wohl eher noch Zukunftsmusik und dürfte im Gaming-Bereich vorerst kaum zum Einsatz kommen.

Hauptgrund hierfür sind die hohen Systemanforderungen und der hohe Preis von mehreren Widescreen-Monitoren. Zudem ist das Sichtfeld mit 34 Zoll und 21:9 bereits groß. Ein noch größeres Sichtfeld wird dann immer schwieriger zu überblicken.

Da kommt eher ein anderes Setup in Frage – zumindest wenn es um Praxistauglichkeit geht.

Ein 21:9 Widescreen-Curved-Gaming-Monitor ist eine gute Alternative, um ein 16:9 Multi-Diplay-Setup abzulösen.

Im Gegensatz dazu sind Einsatzszenarien für ein Multi-Display-Setup mit 21:9 Format im Gaming-Bereich weniger praxisrelevant.

mm
Patrick
Hallo bei Gaming Rigs! Ich bin Patrick. Mein erster „Gaming-PC“ war ein 386er mit MS DOS und seitdem fasziniert mich Hardware. Deshalb schreibe ich hier vor allem zu Komponenten und Technik.
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