Gaming-PC zusammenstellen: Überblick PC-Konfigurator und Eigenbau

Grafik: Eigene Darstellung, enthält Bild von Pixabay (CC0) / FuzzyMannerz

Gaming PC zusammenstellen - Eigenbau oder Konfigurator?Willst Du einen Gaming-PC zusammenstellen, hast Du zwei Möglichkeiten zur Auswahl.

Du kannst entweder einen PC-Konfigurator nutzen und PC von Technikern montieren lassen oder die Hardware selbst auswählen und anschließend auch selbst zusammenbauen.

Hier erfährst Du, was der richtige Weg für Deinen neuen Gaming-PC sein kann.

Vor dem ersten eigenen Gaming-PC-Build

Bist Du dabei, Dir zu überlegen, ob Du Deinen ersten Gaming-PC zusammenstellen wirst, so beschäftigst Du Dich wahrscheinlich mit Fragen wie den folgenden:

Wie wähle ich die richtigen Teile für meinen Gaming PC aus?
Was passiert, wenn beim Zusammenbau etwas schief geht?

In folgendem Schritt-für-Schritt-Tutorial erklären wir Dir, welche Vor- und Nachteile ein Eigenbau hat und wie Du richtig startest.

1.

Vor- und Nachteile vom PC-Eigenbau

In dem meisten Fällen sollte es besser sein, den Gaming-PC selbst zusammenzustellen. Du bekommst genau das, was Du willst und sparst oft auch ordentlich Geld.

Damit der PC-Eigenbau klappt, solltest Du aber Zeit und Interesse an PC-Technik mitbringen.

In vielen Internet-Foren wird Neulingen abgeraten, den Gaming PC selber zu bauen.

Begründung: Die Erfahrung fehlt.

Jedoch meinen wir: Jeder hat einmal angefangen.

Mit der richtigen Vorbereitung können auch Einsteiger beim ersten eigenen Gaming-PC einen „Volltreffer“ landen und dabei auch noch jede Spaß haben und etwas lernen.

Vorteile

  • Leistung genau wie Du sie brauchst
  • (Oftmals) günstigerer Preis
  • Technisches Know-How erlernen
  • Zusammenspiel der Komponenten verstehen

Nachteile

  • Mehr Zeitaufwand und Arbeitsaufwand
  • Keine Garantie / kein Support für das Komplettsystem
2.

Budget für den Gaming-PC-Selbstbau

Bevor Du in die Auswahl der Komponenten einsteigst, ist es wichtig, dass Du ein Budget für den Gaming-PC-Selbstbau festlegst.

Du kannst die Zusammenstellung der Komponenten nämlich nur mit zwei Ansätzen optimal gestalten.

  1. Ziel-Leistung des Gaming-PCs festlegen und versuchen, den Eigenbau mit einem minimalen Budget zu realisieren.
  2. Budget des Gaming-PCs festlegen und versuchen, Hardware mit dem bestmöglichen Leistungspotenzial innerhalb vom Budget auszuwählen.

Eine konkrete Ziel-Leistung zu definieren, ist bei einem Gaming-PC schwierig.

Außerdem haben die meisten von uns keine unbegrenzten finanziellen Mittel zur Verfügung.

Vor dem Hintergrund macht es Sinn, dass Du Dir ein Budget für den Custom-Build erstellst.

3.

Gaming-PC bauen mit der richtigen Hardware

Gilt es zwischen der Auswahl der Hardware und dem eigentlichen Zusammenbau vom PC abzuwägen, ist die Wahl der richtigen Komponenten wichtiger.

Planst Du Deinen Custom-Build sorgfältig, hast Du die wichtigste Hürde für den eigenen Gaming-PC benommen.

Noch viel wichtiger als der eigentliche Zusammenbau ist nämlich die Auswahl der Komponenten.

Einerseits müssen die Komponenten kompatibel sein, andererseits müssen diese auch gut auf einander abgestimmt sein.

Folgende Teile musst Du für Deinen Gaming-PC auswählen.

Hardware / Komponenten

  • CPU / Prozessor
  • Mainboard / Motherboard
  • GPU / Grafikkarte
  • RAM / Arbeitsspeicher
  • Festplatte (HDD / SSD / NVMe)
  • ggf. optisches Laufwerk
  • PSU / Netzteil
  • PC-Gehäuse

Peripherie

  • Monitor
  • Gaming-Maus
  • Gaming-Tastatur
  • ggf. weitere Peripherie (z.B. Lautsprecher, Webcam…)

Bei der Auswahl der Komponenten, stoßen viele Gamer zunächst auf die „Glaubensfragen“.

Intel oder AMD Prozessor?
AMD oder Nvidia Grafikkarte?

Wichtig ist, dass alle Hardware-Teile nicht nur kompatibel zueinander sind, sondern auch gut aufeinander abgestimmt sind.

Um Dir das Zusammenstellen vom Gaming-PC zu erleichtern, findest Du bei uns einige Vorschläge für Custom-Builds.

Die Custom-Builds haben wir für verschiedene Budgets und PC-Typen (z.B. 4K Gaming PC oder Mini-ITX Gaming PC) vorbereitet.

Die Konfigurationen kannst Du als Leitfaden nehmen und anschließend selbst das „Fine-Tuning“ der Komponenten übernehmen.

Vor der Auswahl von Komponenten empfiehlt es sich außerdem einen Blick auf Kundenbewertungen und Testberichte zu werfen. Folgende Quellen können wir empfehlen:

Außerdem ist es empfehlenswert, (wo immer möglich) auf Hardware-Hersteller zurückzugreifen, die einen guten Ruf in der Gaming-Community haben.

Wer einen guten Ruf hat, möchte ihn nicht verlieren.

Indem Du einen Gaming-PC mit Komponenten renommierter Hersteller zusammenstellst, setzt Du Qualitätsprodukte.

Zwar muss „No-Name“ nicht immer schlecht sein. Jedoch erhöhen Markenhersteller wohl die Wahrscheinlichkeit, langlebige Qualitätskomponenten im PC zu verbauen.

4.

Selber bauen oder PC-Konfigurator

Wenn Du Dir klar bist, welche Teile in den Gaming-PC sollen, kannst Du den Gaming-PC zusammenstellen.

Dazu hast Du zwei Möglichkeiten.

Entweder Du bestellst alle Teile einzeln und kümmerst Dich selbst um den Zusammenbau.

Oder Du nutzt einen PC-Konfigurator und lässt die Montage von PC-Technikern erledigen.

Möglichkeit 1: Gaming PC selber bauen

Viele Gamer möchten den Gaming-PC selber bauen.

Letztlich ist der Eigenbau eine schöne Erfahrung. Wenn der neue Gaming-PC das erste mal hochfährt, kommt unausweichlich auch Werkstolz auf.

Viel technisches Know-How brauchst Du eigentlich nicht, wenn Du Deinen Gaming-PC selber bauen möchtest.

Im Internet finden sich viele Anleitungen mit Bildern.

Zusätzlich kannst Du Dir How-To-Videos auf YouTube anschauen, die die einzelnen Schritte beim Zusammenbau erklären.

Wer sich vor dem eigentlichen Zusammenbau einliest, kann die Herausforderung meistern. Jeder hat einmal seinen ersten Gaming-PC zusammengebaut.

Wir stellen mehrere Custom-Build-Vorlagen bzw. -Vorschläge in verschiedenen Preisklassen zur Verfügung.

Für jeden Custom-Build wählen wir Hardware aus, die Dir in der entsprechenden Preisklasse die optimale Performance liefern soll.

Damit kommst Du unter Umständen schneller ans Ziel, wenn Du einen Gaming-PC zusammenstellen willst.

Du kannst die einzelnen Komponenten kaufen und anschließend den Gaming-PC selber bauen.

Gaming-PC zusammenstellen mit einem PC-Konfigurator

Viele Online-Shops bieten einen PC-Konfigurator an, bei dem Du Komponenten auswählen kannst.

Sobald Du alle gewünschten Komponenten zusammengestellt hast, bezahlst Du Deinen Gaming-PC.

Den Zusammenbau des Gaming-PCs übernehmen im Anschluss die Techniker vom Online-Shop, bei dem Du bestellst. Da die Händler bereits an den Komponenten verdienen, gibt es den Zusammenbau meist zum günstigen Preis von ca. 50 – 100 €.

Wenige Tage später geht Dein individuell zusammengestellter Gaming-PC in den Versand.

Du musst den PC zu Hause nur noch anschließen. Mehr nicht.

6.

Zusammenbau vom Gaming PC

Entscheidest Du Dich dafür, den Gaming-PC selber zu bauen, gratulieren wir Dir.

Das wird eine coole Sache! 🙂

Die Hardware-Liste solltest Du hierfür noch um Werkzeug und ein ESD-Armband ergänzen.

Keine Sorge. Das notwendige Werkzeug für den Eigenbau ist nicht teuer.

Benötigtes Werkzeug für den Eigenbau

In den meisten Fällen wirst Du das notwendige Werkzeug bereits zu Hause haben.

Viel mehr als Schraubenzieher, Innensechskannt-Schlüssel (Inbus-Schlüssel) und Zangen benötigst Du nicht.

Empfehlenswert ist jedoch ein Antistatikband (ESD-Armband).

Der menschliche Körper kann sich durch Reibung z.B. auf Teppichen aufladen. Schon kleine übertragene Spannungen können PC-Komponenten beschädigen.

Ein Antistatikband mit Erdung sorgt dafür, dass Du Deinen Gaming PC selber bauen kannst, ohne das Risiko einzugehen, Komponenten durch elektrostatische Entladung (ESD) zu beschädigen.

Computer Werkzeug-Set

Wenn Du ein komplettes Werkzeug-Set für die PC-Montage kaufen willst, kann z.B. die InLine Werkzeugtasche speziell für Elektronik und Computer einen Blick wert sein.

Du erhältst einen Schraubendreher mit Schlüssel-Bits, Innensechskant-Schlüssel, eine Flachzange, einen IC-Auszieher, eine Pinzette, einen Kabelcutter, und eine Dreipunkt-Greifpinzette.

Zusätzlich sind das wichtige ESD-Handgelenkband und eine Kleinteil-Box mit enthalten.

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ESD-Handgelenkband

Nennst Du bereits einen vollständigen Werkzeugkoffer Dein Eigen, ist es natürlich nicht erforderlich, ein komplettes Werkzeug-Set für die PC-Montage anzuschaffen.

Oft fehlt in der Werkzeugsammlung aber ein Antistatikband, wenn Du nicht regelmäßig mit Elektronik zu tun hast.

Willst Du zum ersten Mal einen Gaming-PC selber bauen, empfehlen wir deshalb, dass Du Dir ein ESD-Armband zulegst.

Es kostet nur wenige Euro und Du minimierst das Risiko, PC-Komponenten beim Zusammenbau ungewollt durch elektrostatische Entladungen zu beschädigen.

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Alternative zum Gaming-PC-Eigenbau

Willst Du doch lieber keinen Gaming PC zusammenstellen, hast Du auch die Möglichkeit, einen Gaming-PC „von der Stange“ zu kaufen.

In der Regel kommt ein PC-Eigenbau günstiger und macht mehr Spaß.

Vorteil bei einem fertigen Gaming-PC sind hingegen der entfallende Aufwand für die Auswahl der Komponenten und den Zusammenbau.

Außerdem gibt es eine Gewährleistung und ggf. auch Garantie vom Hersteller.

mm
Patrick
Hallo bei Gaming Rigs! Ich bin Patrick. Mein erster „Gaming-PC“ war ein 386er mit MS DOS und seitdem fasziniert mich Hardware. Deshalb schreibe ich hier vor allem zu Komponenten und Technik.