Gaming-Soundkarte: Kaufratgeber beste Soundkarte 2019

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Gaming-Soundkarte - KaufratgeberWährend vor zehn Jahren eine Gaming-Soundkarte noch zwingend bei der Zusammenstellung des Gaming-PCs berücksichtigt werden musste, ist heute eigentlich jeder Gaming-PC mit einer Onboard-Soundkarte ausgestattet.

Lohnt sich hier eine dedizierten Gaming-Soundkarte?

Wir haben zusammengestellt, wann die Anschaffung einer dedizierten Gaming-Soundkarte Sinn machen kann und welche Modelle wir 2019 empfehlen.

Nutzen einer dedizierten Gaming-Soundkarte

Eine Soundkarte ist für die gesamte Audioverwaltung des PC zuständig.

Die Soundkarte ist zum einen dafür verantwortlich, die digitalen Signale des PCs auf den Gaming Lautsprechern und Kopfhörern darzustellen.

Zum anderen wandelt die Soundkarte die Aufnahmen eines Mikrofons in digitale Signale um, so dass diese als Daten vom PC verarbeitet werden können.

Alle PCs und Laptops verfügen heutzutage über so genannte Onboard-Soundchips. Diese Chips befinden sich direkt auf dem Mainboard, so dass eine zusätzliche Soundkarte nicht zwingend erforderlich ist.

Gaming-Headsets z.B., die per USB an den PC angeschlossen werden, verfügen außerdem über einen eingebauten Soundchip und nutzen die Soundkarte des PC somit überhaupt nicht.

Sowohl bei Onboard-Soundkarten wie auch bei USB-Gaming-Headsets hat sich die Qualität der Soundchips in den letzten Jahren stark verbessert.

Dedizierte Soundkarten stecken deshalb nicht mehr in sehr vielen Gaming PCs.

Trotzdem setzen viele ernsthafte Gamer weiterhin auf die Kombination aus einem Headset, das per analogen Klinkenkabel an eine Gaming-Soundkarte angeschlossen ist.

Dedizierte Soundkarten produzieren oftmals besseren Sound und klarere Hintergrundgeräusche.

Ob man den Unterschied hört, ist hingegen eine Frage, wie „audiophil“ das eigene Gehör ist. Auch der subjektive Eindruck spielt natürlich eine Rolle.

Ein weiterer Vorteil von Soundkarten können die vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten sein, die in dieser Form bei Onboard-Soundchips oftmals nicht vorhanden sind.

Empfehlungen für eine Gaming-Soundkarte

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Unsere Tipp für die beste Soundkarte: Asus Essence STX II

Die Asus Essence STX II ist für uns die vielleicht beste Gaming-Soundkarte.

Die Soundkarte punktet mit dem mit Abstand größten Rauschabstand von 124 dB, was eine gute Klangqualität versprechen mag.

Zudem ist die Asus Essence STX II mit einem Kopfhörer-Verstärker ausgestattet, der eine Impedanz von bis zu 600 Ohm unterstützt.

Eine weitere Besonderheit der Asus Essence STX II ist die Umsetzung des Surround-Sounds. Während bei den meisten Soundkarten die notwendigen Ausgänge an der Soundkarte selber liegen, ist bei der Asus Soundkarte eine Tochterplatine notwendig.

Diese ist Teil des Lieferumfangs und ermöglicht den Anschluss eines analogen 7.1. Soundsystems.

Leider wird auf Grund dieser Konstruktion allerdings ein zweiter PCIe Platz belegt, so dass Du zum Betrieb der Asus Essence STX II mindestens zwei freie Slots benötigst.

Wer mit dieser Einschränkung leben kann, findet mit der Asus Essence STX II vielleicht die beste Gaming-Soundkarte.

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Preis-Leistungs-Empfehlung: Asus Xonar DGX 5.1 Soundkarte

Die Asus Xonar DGX 5.1 weiß ebenfalls zu gefallen und punktet mit einem sehr guten Preis-Leistung-Verhältnis.

Der Rauschabstand der Asus Xonar DGX 5.1 beträgt 105 dB. Dies ist ein guter Wert, der deutlich über dem gewöhnlichen Rauschabstands eines Onboard-Soundchips liegt.

Die Soundkarte gibt es in einer PCI-Express und in einer PCI Variante.

Die  Asus Xonar DGX 5.1 wird mit einer eigenen Software ausgeliefert. Hier kannst Du zwischen den zwei Modi „Pro-Gaming“ mit einer verbesserten Ortung und „Exciter-Modus“ mit stärkeren Bässen wählen – das gibt Asus an.

Genau wie die Asus Essence STX II ist auch die Asus Xonar DGX 5.1 mit einem integrierten Kopfhörerverstärker ausgestattet – durchaus praktisch für Gamer.

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Vor- und Nachteile von internen und externen Soundkarten sowie Onboard-Soundchips

Onboard-Soundchips

Für Office-Anwender und Gelegenheits-Gamer ist die Onboard-Soundkarte (eigentlich ist Soundchip hier die treffende Bezeichnung) des PCs absolut ausreichend.

Die heutigen Onboard-Chips produzieren einen klaren Sound ohne viel Rauschen. Sie verfügen aber in den meisten Fällen weder über umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten noch über Surround-Sound-Funktionalität.

Für ambitionierte Gamer ist die Onboard-Soundkarte deshalb vielleicht nicht die richtige Wahl. Für alle weiteren Anwender dürfte der Chip ausreichen.

Vorteile

  • Vorinstalliert im PC / Laptop

Nachteile

  • Schlechtere Soundqualität
  • (Teilweise) kein Surround-Sound möglich

Interne Einbau-Soundkarten (PCI, PCIe)

Interne Soundkarten werden in der Regel in einem freien PCI bzw. PCIe Slot des PC eingebaut und ersetzen den Onboard-Soundchip.

Einbau-Soundkarten punkten in der Regel mit einem höheren Rauschabstand, einer größeren maximalen Abtastrate und damit insgesamt mit einem besseren Sound.

Zudem verfügen Soundkarten häufig über mehrere Anschlüsse, so dass sich 5.1 bzw. 7.1. Surround-Sound-Lautsprecher anschließen lassen.

Vorteile

  • (Oftmals) bessere Soundqualität
  • Surround-Sound

Nachteile

  • Mehr Platzbedarf im PC
  • Zusätzliche Kosten

Externe USB-Soundkarten

Externe USB-Soundkarten erfüllen prinzipiell den gleiche Zweck wie PCI-/PCIe-Karten: Sie sorgen für besseren Sound und haben einen vergleichbaren Funktionsumfang.

Der wesentliche Unterschied ist, dass der Anschluss der Soundkarte per USB und damit außerhalb des Gehäuses erfolgt.

USB-Soundkarten machen insbesondere Sinn, wenn Du Deine Soundkarte an zwei unterschiedlichen Geräten nutzen möchtest.

Auch wer nicht „Schrauben“ möchte oder keine freien PCI-/PCIe-Steckplätze hat, kann über eine USB-Soundkarte nachdenken.

Vorteile

  • Einsetzbar auf mehreren Geräten
  • Kein zusätzlicher PCI-Slot notwendig

Nachteile

  • Belegung eines USB-Anschlusses

Video: Onboard-Chip vs. dedizierte Soundkarte

PC Games Hardware hat in einem Video den Sound eines Onboard-Soundchips und einer dedizierten Soundkarte gegenübergestellt.

Das Video findet sich auf YouTube.

Das Fazit von PC Games Hardware lautet:

Auch wenn Sie Zuhause selbst nur Onboard-Audio verwenden: Die Unterschiede sind deutlich hörbar.

Verglichen wurde ein Realtek-Chip mit einer günstigen dedizierten Gaming-Soundkarte, der Creative Omni.

Gaming-Soundkarte: Hierauf gilt es beim Kauf zu achten

Anschlüsse

Soundkarten bieten mehr Anschlussmöglichkeiten als Onboard-Chips.

Die unterschiedlichen Ein/- und Ausgänge sind farblich gekennzeichnet, damit Du auch ohne Anleitung die Buchsen zuordnen kannst.

Die rosa Buchse ist die Mikrofon-Eingangsbuchse bzw. der Mic-In-Anschluss. Sie wird ergänzt um einen blauen Line-In-Eingang, der benötigt wird, wenn man stereophone Audiosignale aufzeichnen will.

Der blaue Eingang spielt damit fürs Gaming keine große Rolle, da das Mikrofon im wesentlichen ausschließlich für den Team-Speak in Mono genutzt wird.

Die benötigte Anzahl der Ausgänge hängt davon ab, ob Du ein Surround-Sound-System anschließen möchtest oder die Soundkarte mit einem Stereo-Lautsprecherset oder einem Headset verwendest.

Der grüne Ausgang ist der Hauptausgang. Hier wird das Headset bzw. der zentrale Speaker angeschlossen.

Wenn die Soundkarte ebenfalls den Anschluss einer Surround-Anlage ermöglicht, gibt es zudem weitere silberne Anschlüsse, an denen die Seitenlautsprecher angeschlossen werden.

Der orange Anschluss komplettiert die 5.1-/7.1-Ausgänge. Hier wird der Subwoofer für die tiefen Töne und Bässe angeschlossen.

Surround-Sound

Grundsätzlich kann man zwischen zwei unterschiedlichen Arten von Surround Sound unterscheiden:

  • „Echter“ Surround-Sound
  • Virtueller Surround-Sound

Beim „echten“ Surround-Sound erfolgt der Anschuss von bis zu sieben Boxen und einem Subwoofer  (7.1.). Die Boxen werden dann entsprechend im Raum verteilt aufgestellt.

Wenn Du ein echte Surround-Lautsprecherset hast, wirst Du teilweise zwingend eine Soundkarte benötigen, da beim onboard Chip nicht ausreichend Anschlüsse zur Verfügung stehen.

Eine Alternative wäre da nur ein externer Surround-Verstärker, der zwischen PC und Surround-Lautsprecherset geschaltet wird.

Die Alternative zu echten Surround-Sound ist der virtuelle bzw. künstliche Surround-Sound.

Diese Technologie kommt z.B. bei 5.1- bzw. 7.1.-USB-Gaming-Headsets zum Einsatz. Der Surround-Sound wird hier durch eine Software produziert und nur auf zwei Ohrmuscheln dargestellt.

Gute, dedizierte Gaming-Soundkarten können virtuellen Surround-Sound abbilden und verfügen außerdem über die Möglichkeit, 7.1-Soundsysteme für „echten“ Surround-Sound direkt anzuschließen.

Rauschabstand

Der Rauschabstand ist der Lautstärke-Abstand zwischen Nutzersignal und Rauschen. Dieser Abstand wird in Dezibel (dB) gemessen.

Grundsätzlich gilt: Je höher der Abstand zum Rauschen, desto besser.

Bei guten Soundkarten liegt der Rauschabstand bei mindestens 100 Dezibel. Bei internen Onboard-Chips wird diese Schwelle hingegen selten erreicht.

mm
Patrick
Hallo bei Gaming Rigs! Ich bin Patrick. Mein erster „Gaming-PC“ war ein 386er mit MS DOS und seitdem fasziniert mich Hardware. Deshalb schreibe ich hier vor allem zu Komponenten und Technik.
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