High-End-Monitore: Full HD, WQHD oder 4K Display für den Gamer PC

Grafik: Eigene Darstellung, enthält Bild von Pixabay (CC0) / Mocho

High-End-Monitore

Wenn Du in einen Gamer PC mit leistungsstarker Grafikkarte investierst, muss folgerichtig auch ein High-End-Monitor her.

Eine teure Grafikkarte, die ein Videosignal für aktuelle Spieletitel in Full HD, WQHD oder sogar 4K ausgeben kann, bringt wenig, wenn kein brauchbarer Monitor angeschlossen ist.

Empfehlungen für High-End-Monitore der Oberklasse haben wir hier für Dich zusammengestellt.

Tipps für den richtigen High-End-Monitor

  • Bildschirmdiagonale: Games in 4K oder WQHD machen erst ab einer Bildschirmdiagonale von 27 Zoll richtig Spaß. Willst Du das gestochen scharfe Bild in vollen Züge genießen, solltest Du sogar über 32 Zoll nachdenken.
  • Grundsätzlich gilt: Ein Gaming-Monitor sollte mindestens 22 Zoll groß sein.
  • Reaktionszeit: Die Reaktionszeit gibt an, wie lange der Monitor ab Empfang vom Videosignal braucht, um das Bild darzustellen. Gerade für Egoshooter und andere schnelle Games sollte die Reaktionszeit nicht über 5 ms liegen. Besser sind 3 ms und das Optimum sind schnelle 1 ms Panels.
  • Bildwiederholfrequenz: Für eine flüssige Bildabfolge ist eine hohe Bildwiederholfrequenz wichtig. High End Gaming Monitore für eSports bringen es auf 120Hz, 144 Hz oder mehr.
  • Anschlüsse: Monitore der Oberklasse werden über eine DisplayPort-Schnittstelle angebunden. Neben DisplayPort ist meistens auch HDMI und/oder DVI anzutreffen.

Full HD vs. WQHD vs. 4K

Wenn Du Dich im Segment der High-End-Monitore umschaust, stehst Du vor der Wahl, ob Du auf Full HD, WQHD oder 4K setzt.

Bewährt ist Full HD-Auflösung, bei der flüssiges Gaming auch mit einer Einsteiger- oder Mittelklassen-Grafikkarten durchaus möglich ist.

Eines Vorweg: Eine höhere Auflösung lohnt sich vor allem bei großen Bildschirmdiagonalen. Bei gleicher Auflösung sorgt eine größere Diagonale nämlich dafür, dass die Pixeldichte abnimmt.

Das Bild wird dann weniger scharf wahrgenommen.

Nachfolgend erklären wir kurz, wo die Unterschiede WQHD und 4K liegen und warum WQHD unsere Empfehlung für Gaming Monitore der Oberklasse ist.

Definitionen: Unterschiede WQHD, QHD, 4K und Ultra HD verständlich erklärt

WQHD / QHD

WQHD steht für Wide Quad High Definition. QHD (weniger verbreitet) ist eine weitere Abkürzung dafür. Das „Wide“ bedeutet schlichtweg, dass es sich um einen WideScreen-Monitor (21:9 statt 16:9) handelt.

Die Krux an der Sache: Geläufig ist WQHD für alle Seitenverhältnisse und dient deshalb nicht wirklich zur Unterscheidung. Es gibt auch 16:9 Monitore, die als WQHD Monitor angeboten werden (und eben nicht als QHD Monitor).

Nicht verwechselt werden darf QHD (also Quad HD) mit qHD (steht für Quarter HD).

Synonymhaft wird für WQHD / Quad HD auch die Abkürzung 2K verwendet.

„Quad High Definition“ bedeutet schließlich vierfache HD Auflösung, wobei nicht Full HD (1080p) sondern 720p („HD ready“) als Grundlage dient.

Letztlich löst WQHD mit 2.560 x 1.440 Pixel auf. Das ist in jede Richtung doppelt so viel, womit WQHD auf insgesamt viermal so viele Pixel wie bei 720p kommt.

4K (Ultra HD)

4K und Ultra HD (UHD) stehen gemeinhin für das gleiche, wobei der Begriff 4K häufiger anzutreffen ist.

Genau genommen gibt es unterschied zwischen DCI-4K (Cinema 4K) und dem Consumer-UHD. Bei Gaming ist DCI-4K jedoch zu vernachlässigen (Standard aus der professionellen Filmproduktion).

4K bzw. Ultra HD bedeutet vierfache Full HD (1080p) Auflösung.

Statt 1920 x 1080 Pixel sind es bei 4K 3840 x 2160 Pixel. Doppelt so viele Pixel horizontal wie auch vertikal bedeutet insgesamt viermal so viele Pixel wie bei Full HD.

Praktisch gesehen ist 4K das derzeitige Non-Plus-Ultra der Auflösung und Pixeldichte bei Games.

Es gibt zwar noch 5K, 6K und sogar 8K. Diese Auflösungen sind aber aktuell nur bei TV-Geräten anzutreffen und habe auch dort Exoten-Status.

Empfehlung: Gaming-Monitor mit WQHD statt 4K Auflösung

Grundsätzlich gilt: 4K ist der aktuellere Videostandard, der von den Spezifikationen her dem bereits etablierten WQHD-Standard in der Auflösung überlegen ist.

Derzeit geben wir WQHD beim Gaming-PC jedoch klar den Vorzug.

Folgende Gründe sprechen dafür, auf die kleinere WQHD-Auflösung statt 4K zu setzen:

  • 4K ist (immer noch) relativ neu. Für WQHD sind bereits mehrere Monitor-Generationen erschienen, weshalb die verbauten Panels ausgereifter sind.
  • Für die aktuelle Generationen 4K Monitore gilt vielmals: Nur auf dem Papier besser.
  • WQHD-Monitore verfügen über ausgereifte Panels.
  • Damit 4K Gaming so richtig Freude bereitet, muss High End Hardware her (vgl. 4K Gaming-PC). Besonders bei der Grafikkarte darf nicht gespart werden.
  • 4K Monitore schaffen derzeit maximal 60 Hz Bildwiederholfrequenz, während High End Monitore mit WQHD oder Full HD es auf 120 Hz oder 144 Hz bringen.
  • Windows kommt erstmals mit Windows 10 einigermaßen mit 4K zu Recht. Grundsätzlich macht der Desktop vom Betriebssystem mit WQHD mehr Spaß. Die 4K Auflösung ist oftmals schlicht zu viel des Guten.

Auch wenn 4K Monitore günstiger werden und die Panels besser werden: High End Gaming Monitore mit WQHD oder Full HD machen derzeit einfach noch mehr Spaß.

Lange wird es aber nicht dauern, bis 4K-Monitore @ 144 Hz mit G-Sync / FreeSync und weiteren Ausstattungsmerkmalen kommen. Ankündigungen dafür gibt es bereits.

5K / 8K für Gaming irrelevant

Ein 4K Monitor ist gar nicht mal das Maximum der technisch machbaren Auflösung.

Verfügbar bzw. angekündigt sind bereits (wenige) Monitore mit 5K-Auflösung oder 8K-Auflösung.

Bei der Suche nach einem guten Gaming-Monitor kannst Du die Mega-Auflösungen 5K und 8K vernachlässigen.

Diese mögen z.B. bei hochauflösender Bildbearbeitung, CAD oder Video-Editing Sinn machen.

Bei Gaming verhält es sich indes so: Weder unterstützen Games Auflösungen von 5K oder 8K noch wäre aktuelle Hardware in einem Gaming-PC in der Lage, halbwegs akzeptable FPS zu liefern.

Empfehlenswerte High-End-Monitore

4K High-End-Monitor: Asus ROG PG27AQ

Wenn es derzeit ein 4K Gaming Monitor sein soll, ist der Asus ROG PG27AQ ein heißer Kandidat.

Das IPS-Panel unterstützt 4K-Auflösung und hat eine vernünftige Reaktionszeit von 4 ms.

Die Bildwiederholfrequenz kann der High End Monitor mittels Nvidia G-SYNC mit Nvidia Grafikkarten synchronisieren.

Der 4K Monitor ist mit einem deutlichen Aufpreis zur WQHD-Empfehlung verbunden.

Obwohl der Asus ROG PG27AQ zum aktuellen Non-Plus-Ultra der 4K Gaming Monitore gehört, werden gelegentlich Kinderkrankheiten vom Panel kritisiert.

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WQHD High-End-Monitor: Asus ROG PG278QR

Der Asus ROG PG278QR hat ein pfeilschnelles WQHD-Panel mit 1 ms Reaktionszeit und satten 144 Hz Bildwiederholfrequenz (übertaktbar auf 165 Hz).

Dank Nvidia G-SYNC stimmt der Gaming Monitor in Zusammenspiel mit Nvidia-Grafikkarten die Bildwiederholfrequenz automatisch mit der Grafikkarte ab.

Tearing und Ruckeln werden damit reduziert.

Das Panel liefert ein Bild mit ausgewogener Bildqualität und Helligkeit.

Kurzum: Der WQHD-Monitor ist wohl derzeit einer der besten Gaming Monitore, die für vernünftiges Geld zu haben sind!

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Full HD High-End-Monitor: AOC G2460PF

Wenn Deine Grafikkarte bei WQHD oder 4K ohnehin in die Beine geht, ist der AOC G2460PF einen Blick wert.

Der Gaming Monitor von AOC gibt Bilder maximal in Full HD-Auflösung aus.

Mit bis zu 144 Hertz Bildwiederholfrequenz und einer pfeilschnellen Reaktionszeit von 1 ms liefert das Panel des AOC G2460PF Bilder aus.

Wir beziehen uns hier auf das 24 Zoll Modell mit Full HD ohne G-Sync, jedoch mit FreeSync, welches von AMD-Grafikkarten unterstützt wird.

Es gibt jedoch auch eine Variante mit G-Sync für Nvidia-Grafikkarten

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Monitor-Trends 2018: Quantum Dot und HDR

Quantum Dot-Monitor

Quantum Dot ist ein spezielles Backlighting-Verfahren, bei dem Nanopartikel für eine kräftigere Farbwiedergabe und eine verbesserte maximale Helligkeit sorgen.

Damit ist Quantum Dot ähnlich zu OLED, jedoch sind die Panels deutlich günstiger zu produzieren als sündhaft teure OLED-Panels.

Lange wird es nicht mehr dauern und immer mehr Quantum Dot Monitore kommen in den Handel.

Gerade für HDR (Trend Nr. 2) ist Quantum Dot sinnvoll.

Denn HDR verlangt nach einem Monitor mit großem Farbspektrum und guter Helligkeit, damit der Mehrwert von HDR-Content auch wirklich wahrnehmbar wird.

HDR Gaming-Monitor

HDR wurde von vielen als Mega-Monitor-Trend 2017 eingeschätzt. Dann schwenkte der Tenor zu 2018 um.

Eine „HDR-Revolution“ ist derzeit aber noch nicht ins Rollen gekommen.

Wie zur Einführung von 4K gibt es bei HDR noch eine Limitierung: Derzeit mangelt es noch an HDR-Content. Es gibt nur wenige Games, deren Engine bereits HDR unterstützt (z.B. Shadow Warrior 2).

Jedoch: Dass mehr HDR-Games erscheinen, das ist sicher.

Viele Hersteller haben HDR Monitore angekündigt. Darunter auch HDR Gaming Monitore.

Ein solcher Bolide ist beispielsweise der Asus Swift PG27UQ (siehe Asus Blog).

WQHD derzeit beste Wahl für High-End-Gaming-Monitore

Im Feld der High-End-Monitore fällt die Entscheidung WQHD oder 4K derzeit noch klar zu Gunsten von WQHD aus.

Alternativ ist auch ein Full HD-Monitor eine gute Wahl, wenn es keine ganz hohe Auflösung sein muss.

Die Panels sind einfach ausgereifter und bieten das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.

Vorteil bei Full HD und WQHD ist außerdem, dass Panels mit höherer Bildwiederholfrequenz verfügbar sind.

Bei UHD / 4K ist derzeit noch bei 60 Hz Schluss.

Bis 120 Hz oder 144 Hz auch bei 4K möglich sind, wird es noch dauern bis die ersten High End Monitore mit DisplayPort 1.3 / DisplayPort 1.4 verfügbar werden.

Bis auf Weiteres sind Gamer gut damit beraten, auf eine schnelle Reaktionszeit und eine hohe Bildwiederholfrequenz zu achten. Das bieten derzeit die Panels, die in Full HD oder WQHD auflösen.

Grundsätzlich gilt: Die Anschaffung teurer High-End-Monitore macht nur dann Sinn, wenn der Gaming PC (insbesondere die Grafikkarte) leistungsfähig genug ist, eine hohe Auflösung auch ruckelfrei auszugeben.

Gerade bei 4K / UHD ist deshalb eine gute Gaming-Grafikkarte Pflicht.

Und die technische Entwicklung geht weiter: Höhere Auflösungen (z.B. 5K), HDR, Quantum Dot…

In kaum einem Jahr zuvor standen mehr interessante Launch-Termine für High End Monitore unmittelbar bevor.

mm
Patrick
Hallo bei Gaming Rigs! Ich bin Patrick. Mein erster „Gaming-PC“ war ein 386er mit MS DOS und seitdem fasziniert mich Hardware. Deshalb schreibe ich hier vor allem zu Komponenten und Technik.
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